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Verbrennungen und Verbrühungen gehören zu den häufigen Unfällen in Haushalten und ist schnell passiert: heißes Fett, Wasser, eine Herdplatte oder am Grill. Im Haushalt lauern viele Fallen, an denen man sich verbrennen oder verbrühen kann. Solche Verletzungen sind sehr schmerzhaft. Zunächst sollte man natürlich versuchen, die Wärmequelle zu entfernen und brennende Kleidung zu löschen. Bei einer Verbrühung auf jeden Fall die mit heißer Flüssigkeit voll gesogenen Kleidungsstücke so schnell wie möglich entfernen. Bei Kleinkindern gehört auch die Windel dazu! Ist die Verbrennung nicht größer als eine Handfläche des Patienten sollten Sie die betroffenen Stellen kühlen. Dazu verwenden Sie kühles Wasser mit etwa 20 Grad Celsius. Das Wasser lassen Sie über die betroffenen Körperteile laufen. Verwenden Sie zu kaltes Wasser, kann es zu einer Unterkühlung kommen. Ist die betroffene Stelle größer als die Handfläche des Patienten oder der Patient hat starke Schmerzen, sollten Sie den Rettungsdienst rufen. Bis die Helfer eintreffen, sollten Sie die Wunde vorsichtig kühlen und den Patienten beruhigen. Kühlen Sie mindestens fünf und nicht länger als zehn Minuten lang. Bis dahin müssten die Schmerzen deutlich besser geworden sein. Ist das nicht der Fall, rufen Sie einen Rettungswaagen.

Foto © djedzura

Keine Hausmittel verwenden
Was Sie auf keinen Fall tun sollten, ist Hausmittel auf eine Verbrennung schmieren. Von Mehl, Salz, Öl, Salben und Pudern sollten Sie Abstand nehmen. Die verschlimmern die Wunde nur und wertvolle Zeit für tatsächliche Erste-Hilfe-Maßnahmen geht verloren. Genauso wenig sollte man Kleiderreste, die an der verbrannten Haut haften, ablösen. Das verschlimmert unter Umständen die Verletzung und erhöht die Infektionsgefahr. Handelt es sich bei der Verbrennung aber lediglich um eine  kleine Rötung oder Blase, können kühlende Gels nach dem Kühlen die Heilung beschleunigen und vor dem nervigen Juckreiz beim Abheilen schützen.

Brandwunden nicht zu lange kühlen
Kühlen bis der Schmerz nachlässt, diese alte Erste-Hilfe-Regel für Verbrennungen ist nach neuesten medizinischen Kenntnissen nicht mehr in jedem Fall richtig. Deutschlands Feuerwehrärzte stellen im Mai 2003 in Fulda eine neue Behandlungsrichtlinie vor, mit der Unterkühlungen und daraus folgende Komplikationen vermieden werden sollen. Prof. Dr. Peter Sefrin, Bundesfeuerwehrarzt des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), warnt: "Gerade bei der Kühlung von Brandwunden werden gravierende Fehler gemacht. Die Anwendung von Leitungswasser zur Minderung des Schmerzes ist nur für kleinere Wunden indiziert. Die Dauer der Kühlung sollte auf zehn bis höchsten 15 Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beschränkt sein. Großflächige Verbrennungen dürfen nur kurzfristig abgelöscht und nicht länger mit Wasser behandelt werden, weil besonders bei Kindern und älteren Menschen die Gefahr der Unterkühlung besteht. Dies kann in der Folge zu schwerwiegenden Komplikationen führen, insbesondere zu Gerinnungsstörungen und Infektionen." Sefrin weiter: "Nach dem Ablöschen müssen die vorher brennenden oder schwellenden Kleidungsstücke, sofern sie nicht mit der Haut verklebt sind, wegen eines möglichen Hitzestaus entfernt werden. Bei Verbrennungen, die mehr als fünf bis zehn Prozent der Körperoberfläche betreffen, sollte in jedem Falle der Notarzt gerufen werden, um eine frühe Behandlung auch gegen die Schmerzen einleiten zu können."
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