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Schnelle Hilfe für kleine Wunden
Wenn eine kleine Wunde nässt, pocht, stark schmerzt  oder sich Eiter bildet, sollte man sie nicht vernachlässigen. Oft ist dann bereits eine Wundinfektion im Gange. Einige  einfache Regeln sowie Desinfektionsmittel, eine sterile Kompresse und  Pflaster helfen, dass es gar nicht erst so weit kommt.
Schürfwunden sehen oft gefährlicher aus als sie sind, denn hier ist nur die oberste  Hautschicht verletzt. Das Wichtigste ist Sauberkeit! Bevor Sie  beispielsweise nach einem Sturz auf dem Sportplatz wieder voll loslegen, müssen Sie die Wunde – zumindest bei der nächsten Gelegenheit –  vorsichtig mit kaltem Leitungswasser ausspülen und reinigen. Nicht  festsitzende kleine Steinchen oder Splitter können Sie mit einer  desinfizierten Pinzette vorsichtig entfernen. Danach die Wundstelle  desinfizieren, gut dafür geeignet sind Mittel wie Ocenisept. Kleine  Schürfwunden können unbedeckt bleiben, größere aufgeschürfte Hautbezirke  werden am besten mit einem Pflaster oder Verband versehen. Auf keinen  Fall sollten offene Wunden mit Puder oder Salben behandelt werden.
Schnittwunden haben im Gegensatz zu Schürfwunden glatte Ränder und bluten je nach Größe mehr oder weniger stark. Das sieht oft gefährlich aus, schwemmt aber die Keime besser aus. Kleinere, stark blutende Verletzungen lassen sich durch Aufdrücken einer sterilen Kompresse aus dem Verbadskasten stoppen. Sollte keine sterile Kompresse zur Hand sein, tut es zunächst auch ein Küchenhandtuch oder eine Serviette. Anschließend sollte die Wunde dann mit einem Pflaster quer zur Schnittrichtung abgedeckt werden (so wird die Wunde besser zusammengedrückt). Wenn Wunden sehr stark bluten, sehr tief, sehr groß und/oder im Gesicht entstanden sind, die Wundränder nciht heilen wollen oder sich entzündet haben, muss immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.
 

Bei Wunden auf Tetanusschutz achten
Kratz- und Bisswunden stammen meist  von Tieren (oder manchmal auch von Kindern). Aufgrund des Speichels Sie diese Wunden fast immer mit Keimen verschmutzt  und müssen besonders sorgfältig beobachtet werden. Wenn die Wunde mit  Tierblut, Erde oder durch rostige Nägel verunreinigt ist, besteht trotz  Desinfektion die Gefahr einer Tetanusinfektion (Wundstarrkrampf). Darum sollte regelmäßig der Tetanusschutz überprüft und die Impfung jeweils  nach zehn Jahren aufgefrischt werden. Die Kosten für Tetanusimpfungen  werden übrigends von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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